Noch benommen vom langen Flug, muß man sich schon vorsehen, um in Kathmandu nicht unter die Rikscha-Räder zu kommen! Geschäftig fahren die flinken Nepalesen mit ihren Gefährten durch die engen Straßen. Überall klingelt und bimmelt es; es ertönen buddhistische Töne von CD, Märktgeschrei und Autohupen.
In all diesem Getöse bereiten wir uns auf die bevorstehende Tour vor: ein 6000 der soll es sein. Es wird kalt werden und einsam; vielleicht auch gefährlich, denn wie es um den Zustand des Schnees (Lawinengefahr und Spalten) steht, das wissen wir nicht!
6000 Meter-ob wir dami fertig werden? Es ist die erste Tour in eine solche Höhe. Unsere Guides habne allessamt schon Höhen über 8000 Meter bezwungen…doch wir Es wird ein Abenetuer werden. Wir alle haben unterschrieben, den Anweisungen des Expeditionsleiters Folge zu leisten-mal sehen, wann dies der Fall sein wird….

Mit den Bus verlassen wir die Hauptstadt und machen uns auf Richtung Pokara-sehen den eindrucksvollen Machapuchare und sind glücklich bei dessen Anblick!
Wir schnallen die Rucksäcke auf; unsere Träger haben das meiste auf dem Buckel-sie tragen unsere Zelte, das Kochgeschirr und Essen, das Expeditionsmaterial usw. 30 Kilogramm dürfen sie tragen-ein lockerer Job für die Sherpas-tragen sie doch sonst 50 Kilos und mehr!

Doch auch für uns ist es viel zu viel und es ist anstrengend , die vielen Höhenmeter (oft, nach erfolgter Akklimatisation, mehr als 1200 Meter am Tag), zu bewältigend.
Das Wetter ist einzigartig-die Berge erscheinen wie Traumgebilde am Horizont und ebenso in erreichbarer Nähe- die Fotoapparate klicken!

Irgendwann ragen Berggipfel links nd rechts von uns in die Höhe-über 5000 Meter hohe Pässe queren wir die Landschaft.

Basecamp erreicht: was ein wundervoller Satz. Basecamp-unser letzter, fast schon luxeriöser Zeltplatz vor dem anstrengenden Aufstieg.
Hier gibt es alles für den Bergsteigerwunschzettel: Klozelt in angemessenem Abstand, Dining Tent, Doppelzelte, Kochzelt, einen Altar für Pujazeremonien, die uns den Aufstieg leichter machen oder vielleicht auch erst gestatten.

Wir bereiten uns vor: während unsere Köche wieder einmal Drei-Gänge-Menüs vorbereiten (leckere Gemüsesuppe, Nudeln mit Reis Bratkaroffeln, Corned Beef und verschiedenen Gemüsesorten und Dessert….bereiten wir uns auf den Aufstieg vor: wir bekleben Bambusstngen mit roten Fähnchen (Markierungen), Sortieren Tütensuppen, Suchen nach dem GPS Gerät, Passen die Steigeisen an….

Morgen gehts los

Wahrscheinlich hat nicht einer von uns durch, bzw. gut geschlafen. Alle sind wir aufgeregt, als unser Guide den ersten Schrit Richtung Berg geht.
Der schwere Rucksack schmerzt, es ist kalt, schon jetzt-2 Stunden nach Tourbeginn habe ich Hunger und fühle mich ausgelaugt.
Es ist nicht leicht.

Es fängt an zu schneien. Ich mag nicht mehr. Ich keuche.

Mehr bekomme ich von diesem Tag nicht mit. Es ist irgendwann 17 Uhr-wir bauen die Zelte auf. Es gibt Erbsensuppe und Salami (aus Deutschland).

Direkt unter meiner Isomatte liegt ein Stein-Prinzessin auf der Erbse. Ich kann nicht schlafen-mein Nachbar schnarcht.

Heute-heute wirds toll: wieder schneit es, wir sehen die Hand kaum vor Augen. Trotzdem geht es weiter. Zum Lager 2 geht es heute. Danach aber kommt es auf gutes Wetter an.
Mal sehen

Am Abend wieder Erbsensuppe und Salami. Diesmal gibt es noch eine Käseecke dazu.
Lecker-Heimatgefühle.
Mein Schlafsack ruft-ich spüre förmlich, wie ich mindestens 10 Kilo wneiger wiege-Bergsteigen ist anstrengend!

Heute: Gipfeltag: es ist noch dunkel, als wir starten. Keuchend geht es langsam-Fußstapfe um Fußstapfe nach oben. Wir sind sehr langsam.
trotzdem: wir sind oben-es ist 12 Uhr am Mittag, blauer Himmel und ich kriege mich nicht mehr ein!Es ist eine überwältigende Aussicht hier oben! Mit klammen Fingern mache ich Fotos:mein ersten Gipfelfoto!!

“Berg heil!” -so heißt der Gruß!

Berg heil! Mit diesen Worten im Ohr deponiere ich ein Bild und eine Haarsträhne von mir in einer Felsspalte!

Und es geht abwärts-noch immer unglaublich anstrengend. Aber: ich weiß: in einem Dorf namens Marpha wird es leckeren Apfelwein, tollstes Essen und viel Wärme geben! Mit diesem Gedanken im Kopf setze ich einen Fuß vor den anderen: abwärts!

Ich habe es geschafft!